Die Frage, welche sich bei den aktuell niedrigen Zinsen viele Verbraucher stellen, ist: "Soll ich die niedrigen Zinsen nutzen, um meinen Kredit umzuschulden?"
Was des einen Freud ist des anderen Leid. Während Anleger den Zeiten hinterher trauern, in denen Einlagen bei Banken noch reichliche Zinserträge brachten, freuen sich Kreditnehmer über das historische Zinstief, welches seit einiger Zeit die Märkte beherrscht. Ein Anziehen der Zinsen ist aktuell auch nicht zu erwarten. Im Gegenteil, bei Tagesgeldern ist ein weiteres Absinken des Guthabenzinses zu beobachten. Welche Handlungsempfehlung steht jetzt für Kreditnehmer an?
Umschulden kann sich lohnen
Auch wenn überwiegend Hypothekenfinanzierungen davon betroffen sind, ist das Thema Umschuldung auch für Verbraucher interessant, die vor einiger Zeit einen Ratenkredit aufgenommen haben. Nicht selten haben Ratenkredite inzwischen Laufzeiten von sechs Jahren und länger. Wer also einen laufenden Ratenkredit mit einigen Jahren an Restlaufzeit abbezahlt, ist gut beraten, mit einem Kreditvergleichsrechner zu überprüfen, ob er nicht deutlich günstigere Konditionen am Markt finden kann. Gerade die Kreditnehmer, welche ihren Kredit noch zu Zeiten zweistelliger Zinssätze aufgenommen hatten, könnten heute möglicherweise einiges an Zinsen einsparen. Bonitäts- und laufzeitabhängig sind heute Ratenkredite mit effektiven Festzinssätzen ab 4,7 Prozent am Markt erhältlich.
Mögliche Bankentschädigung bei vorzeitiger Ablösung beachten
Kreditnehmer, welche mit Hilfe des Kreditvergleichsrechners festgestellt haben, dass sie mit einer Umschuldung tatsächlich eine beachtliche Summe an Zinsen einsparen können, sollten im Vorfeld jedoch mit der Bank klären, ob bei einer vorzeitigen Darlehensablösung eine Gebühr anfällt. Diese sollte dann auf den verbleibenden Kreditbetrag aufgeschlagen werden. Ist die Zinslast für diese Gesamtsumme niedriger als für das Alt-Darlehen, ist eine Umschuldung der richtige Schritt für den Kreditnehmer.